Life

Das Leben ist mehr als nur Oberfläche.

Ich sitze im Auto, auf dem Weg zur Arbeit. Es ist Morgen, während die Stadt erwacht und die Sonne durch die schmutzigen Fenster dringt. Ich habe Musik im Ohr und sehe die Menschen, mit den Blicken auf ihre Smartphones gerichtet. Jeder in seiner Welt und isoliert von dem, was vor seiner Nase liegt. All wirken in ihrer digitalen Welt verloren.

Anderes Szenario: Ich bin mit einer Freundin essen und sehe ihren Blick auf das Display ihres Handys, nachdem ich von der Toilette zurückkehre. „Normaler Anblick“, denke ich mir: DIGITAL LOVE. Das Smartphone ist den Meisten näher als ihr Partner. Es ist ein nützliches Werkzeug, aber es zieht uns weiter von uns selbst weg, als wir denken.

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Generation Beziehungsunfähig

Es gibt immer mal wieder Momente, in denen ich mich frage, wie mein Leben aussehen würde, wenn ich an bestimmten Punkten meines Lebens andere Entscheidungen getroffen hätte. Es sind diese „Was wäre, wenn“-Momente, in denen ich mir mich in einer anderen Version meines Lebens vorstelle.

Oft beginne ich mein Leben mit dem Leben meiner Eltern zu vergleichen, an welcher Stelle sie standen, als sie in meinem Alter waren. Sie waren verheiratet, hatten ein Haus, Kinder und zwei Autos, alles war geordnet. Sie waren weiter als ich. So gesehen bin ich verglichen mit ihrem Leben gnadenlos gescheitert. Und damit bin ich nicht allein.

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Wie kann ich Hemmungen und Blockaden überwinden?

Sei es der attraktive Mann neulich in der Bäckerei, oder die gut aussehende Frau aus dem Büro gegenüber: Es gibt immer wieder Situationen, in denen man gern jemanden ansprechen würde, sich aber nicht traut. Aus Angst, zurückgewiesen zu werden. Oder die Sportart, die einen schon lange reizt, für die sich aber irgendwie nie die Gelegenheit findet, sie auszuprobieren. Weil es auch hier immer wieder einen vermeintlich guten Grund gibt, der dagegen spricht: zu teuer, zu riskant, zu zeitaufwendig.

Solche und ähnliche Hemmungen haben wir alle. Dadurch blockieren wir uns immer wieder in mehr oder weniger entscheidenden Momenten des Lebens und trauern dann vertanen Chancen und verpassten Gelegenheiten nach. Wer das überwinden will, sollte seinen Hemmungen und Blockaden auf den Grund gehen – und sein Denken und Handeln verändern. Nur so kann es gelingen, auf Dauer zufriedener zu sein.

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Vom Selbsthass zur Selbstliebe

Liebe ist etwas Wunderbares. Als Kind lernen wir aber, dass es falsch ist, in uns selbst verliebt zu sein. Man lernt stattdessen, sich selbst ständig zu kritisieren. Julia hat das falsch gemacht. Lisa war nicht brav. Tobias ist zu laut!Kein Wunder, dass Persönlichkeitsentwicklung so beliebt ist. Wir behandeln uns selbst, als wären wir kaputte Maschinen. Ich habe das viele Jahre lang so gemacht. Ich könnte weinen, wenn ich mich daran erinnere, wie viel Hass unter meinen heiligen Bemühungen steckte, endlich ein besserer Mensch zu werden. Die größten Fallen der Persönlichkeitsentwicklung und wie du dich daraus befreist.

Ich war manchmal frei von Angst. Aber auch frei von Leben. Und fast tot vor Meditation.

Hass ist etwas Schreckliches. Weniger für den, der gehasst wird, als für den, der hasst. Das Gefühl vergiftet Körper und Gedanken.

Unzufriedenheit mit sich selbst ist ein Nein zu sich selbst. Wo ist der Unterschied zum Hass? Ich sehe keinen. Ich habe mich gehasst für meine ständige Angst. Also habe ich versucht, besser zu werden, meine Angst zu besiegen. Sie platt zu machen.

Aber es war mein Gefühl, ein Teil von mir, gegen das ich mich da gestellt habe. Ich habe also samt der Angst noch jede Menge anderer Aspekte von mir versucht, über Bord zu werfen.

Echte Persönlichkeitsentwicklung ist, sich selbst lieben zu lernen. Mit allem, was dazu gehört.

Denn darum ging es uns ja ursprünglich: Zufrieden sein können mit uns selbst.

Was liebe ich an mir? Kann ich den ersten Schritt machen, und den Hass und die Abneigung in mir anerkennen? Kann ich akzeptieren, dass ich mich (noch) nicht akzeptiere? Das sind die ersten Schritte.

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Der wahre Grund, warum manche Beziehungen funktionieren und andere nicht.

Die typische Situation: Ihr trefft jemanden, es macht klick, und dann ist es um euch geschehen.

Nach dieser Begegnung bekommst Du den Typen nicht mehr aus dem Kopf. Du versuchst, an etwas Anderes zu denken, aber nichts funktioniert. Jedes Detail des Treffens gehst Du im Kopf noch einmal durch. Was hat er gesagt, was hast Du gesagt, wie war seine Körpersprache? Du denkst an all das, was Du gerne gesagt hättest.

Ständig schaust Du auf dein Telefon. Hat er geschrieben, war er online? Ist das der Fall, macht dein Magen einen Salto, dein Herz rast, du möchtest vor Freude schreien.

Der Höhenflug geht weiter, ihr geht eine Beziehung ein, alles wird intensiver. Du weißt nie genau, wo Du dich mit ihm befindest. Durch diese Unsicherheit bist Du ständig wachsam und angespannt, immer in Alarmbereitschaft, ob sich vielleicht irgendwo dunkle Wolken anbahnen.

Diese emotionale Achterbahn ist genauso anstrengend wie auch aufregend. Es hat dich gepackt. Das Schlimmste, das passieren könnte, wäre, dass er dich verlässt. Das ist eine Angst, die Du nicht vollkommen abschütteln kannst, ganz egal, wie vielversprechend alles scheint. Eine Angst, die dich und alles, was Du sagst und tust, steuert.

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Die Meinung anderer – Was andere über dich denken

Als ich sechszehn Jahre alt war hörte ich Musik, die ich nicht leiden konnte. Hing mit Menschen ab, bei denen ich mich nicht wohl fühlte. Ging auf Partys auf die ich keine Lust hatte. Sagte „ja“, obwohl ich nein meinte. Zog Sachen durch die mich fertig machten. Gab Dinge auf, an denen mein Herz hing. Gab Dinge nicht auf, an denen mein Herz kaputt ging.

Und all das habe ich meistens aus dem ein und den selben Grund getan: Ich wollte DAZU GEHÖREN: Zu irgendwem oder irgendetwas. Wollte jemand sein, der gemocht, geliebt und beachtet wird. Fügte mich also lieber der Mehrheit, der Norm, den Vorstellungen oder der Meinung anderer, anstatt einfach mal zu hören. Und zwar auf mich zu hören. Riss mir mal ein Bein und manchmal auch mein Herz raus.

Dazuzugehören ist irgendwie und irgendwo ein menschliches Grundbedürfnis. Etwas, das uns in den Genen liegt, uns überleben lässt. Keiner ist der geborene Einzelgänger. Am besten überleben wir in der Gruppe. Ich glaube, das ist der Grund, warum wir auf Anpassung trainiert werden. An dieses gesellschaftliche „so solltest du sein“ und „das solltest du tun“.

Aber Ja! Irgendwie sind wir damit groß geworden. Wir alle. Die einen von uns erlebten das vielleicht bei ihren Eltern intensiver, die anderen vielleicht etwas entspannter. Aber im Endeffekt haben wir das alle erlebt – nur in unterschiedlichem Ausmaße. Haben angefangen zu denken, nur von ihnen geliebt zu werden, wenn wir bestimmte Anforderungen oder Bedingungen erfüllen. Oder eben ein bestimmtes Verhalten an den Tag legen.

Naja und später,… später sind es nicht mehr die Eltern, von denen wir gemocht und akzeptiert werden wollen, sondern die Freunde, der Partner, Kollegen und unwichtige Bekannte.

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Warum Social Media krank macht

„Ich kann mich nicht erinnern, wann ich nicht permanent gechattet, Mails beantwortet oder Bilder geschossen habe.“

Ich kann mich nicht erinnern, wann ich nicht permanent gechattet, Mails beantwortet, Bilder geschossen oder in meiner liebsten Position, nahezu liegend und mein Handy in der Hand, im Bett gelegen oder auf der Couch gesessen hab. Ich kann mich einfach nicht erinnern, mit jemandem  einen ganzen Tag verbracht zu haben, ohne einmal auf das Handy gesehen zu haben. Klar, das kann auch am „Wetter“ oder sonstwas liegen – glaube ich aber nicht. Ich bin einfach viel zu oft und ständig abgelenkt.

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